Z‘ FRIBURG IN DR STADT …sufer ischs un glatt

Hausbesetzung, Linke, Jugendliche, Freiburg, Schwarzwaldhof

Beschreibung

Ein Film der Medienwerkstatt Freiburg
D 1981, 30 Min., sw

Stichworte: Hausbesetzung, Linke, Jugendliche, Freiburg, Schwarzwaldhof

Inhalt:
Der Schwarzwaldhof – ein besetztes Gelände mitten in der Stadt – bot Raum zum Wohnen und Arbeiten für mehr als 100 Leute. Am 5. März 1981, neun Monate nach seiner Besetzung, wurde er geräumt. 4.000 Polizisten beherrschten einen Monat lang die Stadt. Bilanz dieser Tage: ca. 130 verletzte Demonstranten, über 100 vorläufige Festnahmen, Razzien in alternativen Projekten und Wohngemeinschaften. Aus einer Demonstration heraus wurde der Schwarzwaldhof besetzt. Hier spielte sich ein Leben ab, das den sanierten Kleinstadtrahmen sprengt. Kleine niedrigere Häuser, zur Straße offen, Kinder tobten unreglementiert, Erwachsene saßen gemütlich vor den Haustüren – eine friedliche Atmosphäre, an südliche Länder erinnernd. In der ehemaligen Knopffabrik entstanden Werkstätten. Ehe die Besetzer kamen, wohnten nur noch zehn Leute auf dem Gelände. Danach lebten, arbeiteten und feierten viele zusammen, außerhalb von Beton und Norm. Eine Kulturgruppe wurde gegründet. Abends Plenumssitzungen, das Café „Mocambo“ stand jedem offen, der Informationen austauschen, Kultur machen oder vielleicht nur mit anderen sein wollte. Doch die Idylle wurde zerstört, die Besetzer nach neun Monaten vertrieben. Die Polizei quartierte sich für drei Wochen ein, aus dem Café `Mocambo’ wird das Café `Mogadischu’, wie es im Film ironisch heißt.Am Modell Freiburg wollte die Landesregierung demonstrieren, daß jeder, der sich an einer Hausbesetzung beteiligt oder sie unterstützt, sich als Mitglied einer kriminellen Vereinigung wiederfinden kann.