DAEDALUS – ein Spielfilm über die Geschichte der Genetik und die Schöpfungsphantasien von Männern

Gentechnik, Männer, Frauen

Beschreibung

Ein Film von Pepe Danquart, Medienwerkstatt Freiburg
D 1990, 95 Min.

Stichworte: Gentechnik, Männer, Frauen

Inhalt:
Das Jahr 2018 – die Welt in Agonie und der Konzern HeliX Corporation auf dem Weg zur absoluten Kontrolle. Auf ihrer Durchleuchtungsbank liegt ein Mann in aussichtsloser Lage: Professor Daedalus, ein ehemaliger Genetiker, der maßgeblich verantwortlich war für die Entwicklung der biologischen Einheit Achthundert. Er wurde entlassen, als HeliX Corporation begann, sie in Serie zu produzieren: künstlich gezeugte, genetisch optimierte und in Lernmodulen geschulte Wesen. Khira ist eine von ihnen. In leitender Funktion wirbt sie für das Gen-Wash-Verfahren und gerät in Konflikt mit dem Machtanspruch von Helix. Daedalus, seit damals Putzmann bei HeliX, lebt am Rande der Legalität mit seinem jugendlichen Freund Mino, der als Behinderter schon früh die harte Welt der Ausgestoßenen kennenlernen mußte. Noch immer glaubt er als Gelehrter an die Veränderbarkeit von Wissenschaft – durch Wissenschaft. Mit Hilfe seines Computers gelingt es ihm, in die geheime Datenbank von HeliX einzudringen. Er überspielt sich historische Bilddokumente der wissenschaftlichen Genetik auf seinem Computer, um sie in nächtelanger Arbeit zu ordnen und zu kommentieren, besessen davon, sein Lebenswerk zu vollenden. Er wähnt sich seinem Ziel ganz nahe, als Khira in sein Leben tritt.„Daedalus“ ist eine Montage zwischen Video und Film, zwischen Narration und Experiment, zwischen Fiktion und Dokument. Der Film soll unterhalten, nicht verblenden, auf etwas aufmerksam machen, was unserer Meinung nach das nächste Jahrzehnt so bestimmen wird wie die Atomenergie das letzte – die Gentechnologie. Ein politischer Film, der Fragen aufwirft, indem er die Brücke zu schlagen versucht zwischen gestern und heute und dem, was morgen sein wird.