DIREKT VOR DER HAUSTÜRE – Schüler befragen Zeitzeugen des Nationalsozialismus in Oberrotweil

Faschismus, Jugendliche, Medien, Oberrotweil

Beschreibung

Ein Film von Rosita Dienst-Demuth, Wolfgang Stickel
D 2001, 17 Min.

Stichworte: Faschismus, Jugendliche, Medien, Oberrotweil

Inhalt:
Oberrotweil – ein kleines Dorf am Kaiserstuhl, nahe der französischen Grenze, nicht weit von der schweizer Grenze.In den 30er Jahren ergriffen – wie überall in Deutschland, so auch hier – die Nazis die Macht. Das Zusammenleben im Dorf änderte sich in allen Bereichen. Menschen verschwanden, die Dorfbewohner wurden gespalten, der Riß ging häufig mitten durch die Familie.Über manchen Geschehnissen liegt bis heute eine Mauer des Schweigens, was damals geschah, wurde verdrängt. Noch gibt es Zeugen, die uns heute, nach fast 70 Jahren, davon erzählen können.Der Film entstand im Rahmen eines Zeitzeugen-Projekts der Geschichts-AG der Klasse 7a an der Lessing-Realschule Freiburg. Die Schüler und Schülerinnen haben ihre Großeltern befragt und deren Erinnerungen aufgeschrieben. Die Geschichtslehrerin berichtete von ihrer Tante aus Oberrotweil, die ihr in letzter Zeit öfter von der Fluchthilfe ihrer Familie im Dritten Reich erzählte. Gemeinsam beschlossen sie, daß die heute 80-jährige “Tante Mathilde” ihre Erinnerungen selbst erzählen sollte – vor der Kamera. Nachdem sie die Aufnahmen sahen, wollten sie mehr erfahren. Sie wühlten in alten Fotos des Geschichtsvereins Oberrotweil und der Dorfchronik, besuchten das ehemalige Jüdische Gemeindehaus in Breisach und recherchierten weiter. Jugendliche aus Oberrotweil unterstützten sie und befragten weitere Zeitzeugen.In dem Film schildern Mathilde Werner, Pia Sacherer, Elisabeth Wagner und Friedrich Wagner ihre Erinnerungen an die geleistete Fluchthilfe, wie die SA die Dorfbevölkerung terrorisierte, – über Erfahrungen eines SS-Mannes im KZ Dachau und vom Schicksal Breisacher Juden.